Heute geht es den Herren in der Investitionsbank an den Kragen. Nicht ganz … aber die Krawatten werden abgeschnitten und das auf Wunsch von IB-Chef Manfred Maas. Als gebürtiger Saarländer besteht er auf die Traditionen der Weiberfastnacht: „Ich bin Ossi mit westdeutschem Migrationshintergrund. Seit über 25 Jahren lebe ich in Sachsen-Anhalt. Meine Wurzeln kann ich an Faasend* aber nicht ausblenden. An diesem Tag gehört den (`Alt-)Weibern´ die Macht. Dass die Damen wie in den Karnevalshochburgen auch in den Büros am Nachmittag in Sektlaune die `Puppen tanzen lassen´, kann ich hier allerdings nicht erwarten.“

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist es Brauch, dass Frauen an Weiberfastnacht den Männern symbolisch die Krawatte abschneiden. Die Idee, an einem Tag den Frauen das Regiment zu überlassen, stammt bereits aus dem Mittelalter. Das damals vorherrschende Geschlechterbild spiegelt sich allerdings keinesfalls in der Investitionsbank wider. Die Frauenquote liegt mit 43 Prozent unter den Führungskräften weit über den diskutierten gesetzlichen Maßgaben. Da können wir nur abschließen mit: Alaaf, Helau & Alleh hopp!

*Anm. d. Red.: Faasend = saarländisch für Fastnacht

Krawatte adé

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