IB-Kollege Daniel Gerlich aus dem Bereich Europäische Zusammenarbeit berichtet:

Im Oktober 2018 hatte ich Gelegenheit, die polnische Hauptstadt zu besuchen. Mich erwarte eine pulsierende Metropole in deren spannender architektonischer Vielseitigkeit sich nicht zuletzt die schicksalhafte Geschichte der Stadt wiederspiegelt. Ziel der Reise war eine Hospitation bei der Regionalen Entwicklungsagentur Masowiens (ARMSA), die bereits seit mehreren Jahren enger Projektpartner der EU Service-Agentur der Investitionsbank Sachsen-Anhalt ist. Den Höhepunkt der Hospitation bildete die aktive Teilnahme am „9. Entwicklungsforum Masowiens“. Auf dieser Veranstaltung präsentierten sich rund 200 regionale Aussteller aus den unterschiedlichsten Branchen unter dem Oberthema Kreislaufwirtschaft. Ein zentrales Thema bestand darüber hinaus auch in der Frage der weiteren Internationalisierung der Region Masowiens, welche immerhin seit nunmehr rund 15 Jahren offizielle Partnerregion des Landes Sachsen-Anhalt ist. Aktiv beteiligen konnte ich mich so beispielsweise im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema Internationalisierung und einem daran anschließenden Workshop, in dem wir uns mit unterschiedlichen Konzepten der partizipativen Stadtentwicklung auseinandergesetzt haben.

Besonders reizvoll war – neben der Themenvielfalt der Konferenz – allerdings auch der Tagungsort: So fand die Veranstaltung im VIP-Bereich des Stadions des traditionsreichen Fußballclubs Legia Warszawa statt und bot dem Besucher – neben einem besonders sportlichen Flair – auch kurze Einblicke hinter die Kulissen des polnischen Profi-Fußballs. Auch für „bekennende Nichtfußballfans“ wie mich eine wirklich interessante Erfahrung.

Neben der Konferenz und den wertvollen Einblicken in die Arbeitsweise unseres polnischen Partners ARMSA, lag ein weiterer Schwerpunkt in der Kontaktaufnahme zu potentiellen Projektpartnern in der Region Masowien. Der Fokus lag dabei insbesondere im Bildungsbereich. Dank der großen Unterstützung der ARMSA konnte ich mehrere Schulen und andere Bildungseinrichtungen besuchen, sowohl in Warschau, als auch im etwa 100 Kilometer nördlich gelegenen Ciechanow. Besonders erfreulich war es dabei vor allem zu sehen, mit welchem Nachdruck sich die polnischen Schulen für Kooperationsprojekte mit deutschen Partnern interessieren. Die avisierten Themen sind breit gefächert und reichen dabei von „Inklusion“, „Digitalisierung“ bis hin zu „gesunder Ernährung“. Wenn alles gut geht, werden diese Kontaktanbahnungen schon im Jahr 2019 in verschiedene Erasmus+ Schulprojekte münden. In diesen werden dann beispielsweise Lehrkräfte aus Sachsen-Anhalt Unterrichtshospitationen in der Region Masowien durchführen, oder aber auch deutsche und polnische Schüler im Rahmen von Schulpartnerschaftsprojekten gemeinsam unterschiedliche Themen bearbeiten.

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Wenn Kreislaufwirtschaft, Stadtentwicklung und Erasmus+ auf polnischen Profifußball treffen – Eine Hospitation in Warschau

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